Herkunftsnachweis HKN

Garantiert aus dem Thurgau

Der Herkunftsnachweis (HKN) stellt sicher, dass der bezogene Naturstrom von einem Thurgauer Kleinkraftwerk im Bestellzeitraum ins öffentliche Stromnetz eingespeist wurde. Die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) kontrolliert unabhängig die ausgewiesenen Produktionsmengen.

Versteuern von Einkünften aus Photovoltaikanlagen

StP 23 Nr. 1 // Erträge aus unbeweglichem Vermögen

5. Einkünfte aus Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage
Eine ortsfeste Photovoltaikanlage ist nach dem Akzessionsprinzip Bestandteil der Liegenschaft und stellt unbewegliches Vermögen dar. Entschädigungen aus kostendeckender Einspeisevergütung (KEV) respektive Direktvermarktung des Stroms oder durch Überlassung von Liegenschaftsteilen für den Betrieb einer Solaranlage stellen somit steuerbares Einkommen aus unbeweglichem Vermögen dar.

Die Entschädigungen für den ins Netz eingespeisten Strom ist steuerbar. Hingegen nicht steuerbar ist der von der eigenen Photovoltaikanlage produzierte und selbst verbrauchte Strom (Eigenbedarfsdeckung).

http://steuerverwaltung.steuerpraxis.tg.ch/

Mehrwertsteuerpflicht von "grünen Zertifikaten"

Das Energiegesetz schreibt den Energieversorgungsunternehmen (EVU) vor, die Produktionsart und Herkunft von Elektrizität den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern zu deklarieren. Zu diesem Zweck können sich Produzenten Zertifikate ausstellen, die die Produktion von erneuerbarer Energie bescheinigen – sogenannte „grüne Zertifikate“. Diese Zertifikate bescheinigen die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Mehrwerte, die mit der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verbunden sind.

Aktuelle Praxis (MWST-Branchen-Info 07 Ziffer 6.5)

Das „grüne Zertifikat“ (Herkunftsnachweis) kann alleine oder gebündelt mit der physischen Stromlieferung (Stromverkauf) vermarktet werden.

Wird es gebündelt mit dem Stromverkauf vermarktet, unterliegt das gesamte Entgelt aus dieser Lieferung dem Normalsatz von zurzeit 8 % der Mehrwertsteuer.

Wird das „grüne Zertifikat“ (Herkunftsnachweis) allein, also losgelöst vom Strom an Kunden verkauft, handelt es sich um den Verkauf eines von der Steuer ausgenommenen Wertrechts (gem. Art. 21 Abs. 2 Ziffer 19 Buchstabe e MWSTG).

Stand: März 2016

Die EKT empfiehlt die jeweils aktuellen Gesetzesgrundlagen zur korrekten Abwicklung der Mehrwertsteuer beizuziehen.

Rund um Naturstrom

Worin unterscheidet sich Thurgauer Naturstrom von herkömmlichem Strom?

Physikalisch gesehen unterscheidet sich Thurgauer Naturstrom nicht von konventionellem Strom. Das einzelne Elektron kann nicht mit einer Etikette «Grüner Strom» adressiert und über das Stromnetz zum Konsumenten geschickt werden. Wenn Sie Thurgauer Naturstrom beziehen, sorgen Sie aber dafür, das der Anteil an umweltfreundlich erzeugtem Strom im Netz ausgeweitet wird.

Warum bieten die Thurgauer Energieversorgungsunternehmen Thurgauer Naturstrom an?

Grund 1: Der Energiemarkt wird liberalisiert - Strom wird Privatsache. Der Markt für erneuerbare Energie wächst. Immer öfter werden Alternativen zur herkömmlichen Stromerzeugung verlangt. Immer mehr Kunden sind bereit, für umweltfreundlichen und regional erzeugten Strom mehr zu bezahlen. Die Thurgauer Naturstrom-Produkte decken ein wachsendes Bedürfnis im Thurgau ab.

Grund 2: Nach den tragischen Katastrophen in Fukushima haben der Bundesrat und das Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Die erneuerbaren Energien sind deshalb ein bedeutender Eckpfeiler in der künftigen Stromversorgung.

Warum soll ich Thurgauer Naturstrom beziehen?

Wer Thurgauer Naturstrom bezieht, schont natürliche Ressourcen und fördert eine umweltverträgliche und nachhaltige Stromerzeugung im Thurgau. Eine intakte Natur bedeutet mehr Lebensqualität und ist Lebensgrundlage nachfolgender Generationen. Naturstrom ist ein wichtiger Baustein in der Stromversorgung der Zukunft.